Sekundäre Pflanzenstoffe

Pflanzen enthalten eine Fülle besonderer Substanzen, die die Gesundheit fördern. Am meisten profitiert davon, wer sich abwechslungsreich ernährt.
Bitterstoffe in Grapefruit und Orange. Farbstoffe in Äpfeln, Karotten oder Kirschen. Aromastoffe in Gewürzen, Kräutern und Salaten. In Pflanzen findet sich eine Vielzahl sogenannter sekundärer Pflanzenstoffe, die unterschiedlichste Aufgaben erfüllen – vom Lockmittel bis zum UV-Schutz. Als Bestandteil der Nahrung eint viele eine Eigenschaft: Sie gelten als gesund, was auch diverse Studien unterstreichen.
«Wahrscheinlich wirken viele dieser Stoffe im menschlichen Körper als Antioxidantien», sagt Hartmut Henß vom Krebszentrum des Universitätsklinikums Freiburg. Auch eine Reihe weiterer krebshemmender Wirkmechanismen der Pflanzenstoffe sind bekannt, sodass man davon ausgeht, dass sie dabei helfen, Krebs vorzubeugen.
Einige Gruppen der sekundären Pflanzenstoffe gelten als hilfreich bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil sie den Blutdruck oder den Cholesterinspiegel senken, Phytosterine zum Beispiel. Mit anderen werden spezielle blutzuckersenkende, entzündungshemmende, cholesterinsenkende oder gegen Thrombose gerichtete Wirkungen verbunden.
Sekundäre Pflanzenstoffe schützen vor einseitiger Ernährung, deshalb sollten wir die Pflanzen immer so verzehren, wie sie die Natur für uns verpackt hat: In Form einer Frucht oder einer Blüte, eines Blattes, einer Nuss usw.
Die perfekte Harmonie in der Pflanze sorgt dafür, dass wir alle Bestandteile bekommen, die unser Körper braucht.
Ich kann es hier nur wiederholen: Ernähren Sie sich bunt! Nicht in Form von süßem und buntem Zuckerzeug, sondern in Form von frischen Früchten, Salaten, Kräutern, Pilzen, Samen und Keimen.
Sekundäre Pflanzenstoffe wirken darüber hinaus als Wachstumsregulatoren. (SpiegelOnline/Gesundheit)
Vieles spricht dafür, dass sich die unterschiedlichen Pflanzenstoffe gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken. «Es gibt Studien, die zeigen, dass je größer die botanische Vielfalt bei der Ernährung ist, umso stärker auch der gesundheitliche Nutzen ausfällt», sagt Bernhard Watzl vom Max-Rubner-Institut in Karlsruhe. Ein möglichst bunter Mix aus vielen verschiedenen Obst- und Gemüsesorten und anderen Pflanzen sollte daher auf dem Speiseplan stehen.