Familienaufstellung

Konfliktlösungen in Familien und Beziehungen

So unterschiedlich Familien auf den ersten Blick erscheinen, in ihnen wirken universelle Gesetzmäßigkeiten und Bedingungen, die erfüllt sein wollen, damit die Beziehung zwischen Paaren sowie Eltern und Kindern gelingen.
Wir arbeiten mit dem morphogenetischen Feld, in dem alle Informationen enthalten sind, und können in der Aufstellung blockierende Muster aufdecken und damit auflösen. Auch brauchen wir keine Stellvertreter, wenn wir mit der „verdeckten Aufstellung“ arbeiten. Alles ist in uns und um uns herum.

Meine Familie! Kaum zwei Worte lösen heftigere Gefühle aus als diese beiden. Für die einen sind sie gleichbedeutend mit Liebe, Zuneigung, Geborgenheit und Unterstützung, für die anderen mit Wut, Enttäuschung, Distanz und mit Hass. Die natürlichste Beziehung der Welt, die zwischen Eltern und Kindern, scheint zugleich auch eine der schwierigsten zu sein. Die Familie, als Stätte von Nähe und Geborgenheit, wird nicht selten von Missverständnissen, Schuldzuweisungen und gegenseitigen Vorwürfen erschüttert und zum Nährboden von neurotischem Verhalten.

Dass die Familie, in die wir hineingeboren werden, unser künftiges Leben entscheidend beeinflusst, ist nichts Neues. Wie weit aber dieser Einfluss tatsächlich geht und in wie vielen Bereichen unseres Lebens er sich bemerkbar machen kann, ist uns meist nicht bewusst. Denn wir sind mit den Menschen in unserer Familie nicht nur tief verbunden, oftmals sind wir, ohne es zu wissen, geradezu in ihre Schicksale verstrickt.

Die meisten Menschen haben haben von sich selbst die Vorstellung, in jeder Situation ein selbstbestimmt handelndes Indivituum zu sein. In der Regel haben wir unser Leben ganz gut im Griff. In manchen Situationen stellen wir allerdings verblüfft fest, dass unsere Handlungsmöglichkeiten beschränkt sind: wenn die dritte Beziehung aus ähnlichen Gründen gescheitert ist wie die beiden zuvor; wenn wir mit den Kindern immer und immer wieder die gleichen Konflikte austragen und keine Möglichkeit finden, sie beizulegen; oder wenn wir feststellen, dass wir immer mehr wie Vater oder Mutter werden, obwohl wir das niemals wollten; oder aber auch wenn wir spüren, dass wir mit einem tieftraurigen oder wütenden Gefühl durchs Leben gehen. Dann erkenn wir, dass es da etwas gibt, das uns teibt, immer wieder in gleicher Weise zu handeln.

Da kommen wir mit Überlegungen und unserem Verstand einfach nicht weiter. Immer wieder fallen wir in alte Verhaltensmuster und Gefühle zurück. Die einen suchen die Schuld bei den Eltern, die anderen machen das Schicksal dafür verantwortlich. Aber auch, wer seinen eigenen Anteil daran erkennt und ernsthaft versucht, etwas für eine positive Veränderung zu tun, spürt meist nur vorübergehend Erleichterung. Über kurz oder lang ist alles wieder beim Alten. Dann merken wir, dass uns etwas blockiert und unsere Selbstbestimmtheit kläglich versagt.

Was uns da blockiert ist die Macht des Systems. Wir Menschen sind soziale Wesen und verbringen den überwiegenden Teil unseres Lebens in Systemen: Familie, Kindergarten, Schule, Freundeskreis, Verein, die selbstgegründete Familie und auch die Firma, in der wir arbeiten. Die Welt ist voller Systeme und wir sind ein Teil davon. Und Systeme haben eine seltsame Eigenschaft: Sie funktionieren nicht so wie wir wollen, sondern wie sie wollen. Sie folgen ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten und die können wir nicht außer Kraft setzen, wir können uns nur anpassen.

Systeme nehmen uns für ihre eigenen Ziele in die Pflicht. Sie können uns fördern und beglücken, aber sie fordern uns auch und beschränken unser selbstbestimmtes Wollen. Und das geht weit über alles hinaus, was wir uns vorstellen können. Die Macht des Systems bringt uns dazu Gefühle zu haben, die nicht unsere eigenen sind, sie bringt uns dazu, fremde Schicksale nachzuahmen oder aus Liebe und Treue zu einem Familienmitglied auf eigenes Glück zu verzichten. So verstrickt uns die Macht des Systems als Individuen in die Schicksale unserer Familie und das schon in den ersten Lebensjahren. Dagegen können wir uns nicht wehren, ja, wir sind uns dessen noch nicht einmal bewusst. Solange uns das aber nicht bewusst ist, haben wir nur wenig Handlungsmöglichkeiten.

Erst wenn das Unbewusste ins Bewusste gelangt, kann es aufgelöst werden.

Ganz so aussichtslos, wie es bisher klingt, ist die Lage allerdings nicht. Mit der Methode der Familienaufstellung können schicksalhafte Verstrickungen in Familiensystemen aufgedeckt und gelöst werden. Denn Familienaufstellungen machen die Gesetze, nach denen Systeme funktionieren, sichtbar und zeigen, worum es in einer Familie im Einzelnen geht:
Wessen Schicksal wir nachleben, wessen Gefühle wir übernehmen, oder wem zuliebe wir vielleicht auf etwas verzichten. Dadurch werden nachhaltige Veränderungen und Lösungen möglich, die sowohl befreien, als auch mit dem versöhnen, was wir sind und woher wir kommen. Vor allem wegen dieser Lösungsorientierung sind Familienaufstellungen ein machtvolles Instrument für die eigene Entwicklung, die Bewältigung scheinbar unlösbarer Schwierigkeiten oder die Beilegung von dauerhaften Konflikten zwischen Familienmitgliedern. Wie machtvoll und wirkungsvoll sie sind, ist nicht zuletzt an ihrem Erfolg und ihrer großen Verbreitung ablesbar.

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